Kapitel 133
Y/n:
Mein Herz machte einen Satz, als ich mit Ibara im Schlepptau wieder auf die Terasse ging. Vielleicht war es doch nicht so eine gute Idee gewesen sie eingeladen zu haben, aber jetzt war es sowieso zu spät. Ich hatte eher die Befürchtung, dass es meinen Freunden nicht gefallen würde.
Sofort schob ich den Gedanken beiseite, ehe ich mit den Pizzakartons in meinen Händen zurückkam und erfreut verkündete: "So Leute, die Pizzen sind angekommen! Aber nicht nur das, wir haben auch einen neuen Gast."
Ich lächelte Ibara zu, die mich für eine Sekunde etwas nervös anschaute und dann hinter mir hervortrat.
"Hey.", stieß sie schnell aus und schluckte merklich.
Für einen Moment war es komplett still.
Nur noch die Musik spielte sich ab und ich glaubte für eine Sekunde, dass gleich eine Atombombe einschlagen würde.
Und zum ersten mal entschärfte Denki mit seinen dummen Kommentaren eine Bombe. "Ibara, genau dich brauchen wir! Du hast doch bestimmt Hasch dabei, ich brauch das jetzt wirklich bei bei diesen langweiligen Leuten hier."
Tooru stieß ihm heftig gegen die Schulter und fuhr ihn ihm nächsten Moment schon an. "Ist das dein Ernst?! Du hast gesagt, dass du aufgehört hast zu kiffen!"
Im nächsten Moment lachten alle laut auf und mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich sogar Ibara's erleichterten Gesichtsausdruck sah. "Für dich ganz bestimmt nicht.", antwortete sie, bevor sie fortfuhr: "Und ich bin auch schon von dem Zeug los, es hat mir nicht gut getan."
"Ach wirklich? Das wusste ich ja gar nicht." Kyoka's scharfer Ton sorgte dafür, dass das Gelächter sofort verstummte. Sie starrte Ibara mit einem emotionslosen Gesichtsausdruck an und irgendetwas blitzte in ihren Pupillen auf.
Ich blickte zu Ibara und ich hätte schwören können, dass sie um einiges blasser aussah. Ihre Brust hob und senkte sich schwer und ich fürchtete, dass sie gleich eine Panickattacke bekommen würde. Ich legte eine Hand auf ihre Schulter und sagte sanft: "Setz dich ruhig zu uns, ich bringe dir gleich was zu trinken."
Sie antwortete nichts darauf, sondern setzte sich nur neben Mina, die zum Glück gleich ein Gespräch mit ihr anfing.
Ich blickte noch eine Sekunde zu Kyoka, deren eiskalter Blick immer noch noch auf sie gerichtet war. Es sah so aus, als wollte sie gleich Ibara in tausend Stücke reißen.
Katsuki wechselte immer wieder seinen Blick zwischen Ibara und mir und wirkte genauso verwirrt wie Momo, die nicht besser aussah. Zumindest wirkte er nicht so, als wollte er sie gleich umbringen und die anderen reagierten auch ganz in Ordnung, was mich erleichterte. Ich lächelte ihn leicht an, was bedeutete, dass er sich keine Sorgen machen sollte, bevor ich mich umdrehte und in die Küche ging, um Ibara den versprochen Drink zu holen.
Während ich einen Cocktail mixxte und lautes Gelächter von draußen hörte, nahm ich inter mir langsame Schritte wahr, bevor jemand hinter mir seine Hände um meine Taille legte und zu mich zog. Als Katsuki's Gesicht in meinem Nacken verschwand und er sanfte Küsse auf meiner Haut verteilte, seufzte ich leicht und musste lächeln.
"Wir hatten noch keine Zeit alleine zu reden.", murmelte er und verteilte mir weitere Küsse, was mich leicht um den Verstand brachte. Er zog mich enger zu sich, sodass mein Rücken gegen seine Oberkörper striff und ich seine schnelle Atmung spürte.
"Anscheinend hast du das auch nicht vor, wenn du so weitermachst.", entgegnete ich und drehte mich zu ihm um, ehe ich meine Hände um seinen Nacken verschränkte und ihn angrinste.
Katsuki erwiderte sein Grinsen und platzierte seine Hände erneut um meine Hüfte, um mich zu sich zu ziehen. "Ich kann auch beides. Also sag mir, was die Schlampe auf deiner Terasse zu suchen hat." Er beugte seinen Kopf wieder zu meinem Hals runter, doch ich drückte ihn leicht weg.
"Ich habe dir schon einmal gesagt, dass du sie nicht so nennen sollst.", erwiderte ich und er hob seine Augenbrauen.
"Ich habe ihr vergeben, du solltest es auch tun."
Sein Griff um meine Taille verstärkte sich und er kam mir mit seinem Gesicht näher, bevor er in mein Ohr flüsterte:
"Mache ich, wenn du mich dich endlich küssen lässt."
"Das ist eine Lüge."
"Du hast recht. Aber ich werde sie nicht an Ort und Stelle umbringen, okay?", erwiderte er und ich musste grinsen.
"Sie hat dir nichts angetan."
Sein Blick verhärtete sich etwas.
"Aber dir. Das ist schlimmer."
Ich legte meinen Kopf etwas zur Seite, während ich ihm weiterhin tief in die Augen schaute und er fortfuhr: "Ich werde ihr nie vergeben können. Genauso wenig Shoto, deiner Mutter oder jede andere Person, die dich auf irgendeine Weise verletzt hat. Ich werde diesen Personen nur nicht den Kopf umdrehen und das ist schon schwierig genug, also akzeptiere wenigstens das und lass mich dich küssen.
Ich musste lächeln, als ich die Gier in seinen Augen sah und mein Bauch sich zusammenzog. "Nicht jetzt, jeder sieht uns von hier."
"Und?", entgegnete er, bevor er mich zu sich zog und seine Lippen gegen meine presste, bevor ich etwas erwidern konnte.
Mein Herz machte einen Satz, als ich seinen Kuss erwiderte und mit meinen Fingern durch seine Haare striff. Auf einmal interessierte es mich genauso wenig wie ihn, ob uns jemand beobachtete. Spätestens heute nach unserem Kuss auf der Tribüne wussten ja bereits alle, dass wir zusammen waren, also konnten wir es auch jetzt zeigen. Und das Gefühl, dass es jetzt offiziell war, bereitete eine Freude in mir aus.
Katsuki's Zunge striff hungrig über meine Lippen, bevor sie mit meiner verschmelzte und er mich noch enger zu sich zog. Seine Hände fuhren über meinen Rücken unter mein Top und sofort bekam ich eine Gänsehaut auf der Stelle. Verdammt.
Er ließ von dem Kuss ab und fing an wieder seine Lippen auf meinen Nacken zu pressen, was mich schwer atmen ließ.
Ich erinnerte mich daran, wie er vor einigen Wochen auf dem Strand meine Narben geküsst hatte. "Zeig mir deine Narben, damit ich weiß, wo ich dich am meisten lieben muss."
Ich würde diese Worte nie vergessen können. Es waren die schönsten, die ich je gehört habe.
"Ich liebe dich.", wisperte ich und er ließ kurz von mir ab, um mir in die Augen zu blicken.
Ich habe diese Worte schon öfters zu ihn gesagt, aber sie verloren nie an Bedeutung. Zumindest für uns nicht.
"Ich liebe dich auch.", sagte er lauter und wollte mich erneut küssen.
Doch bevor sich unsere Lippen wieder trafen, nahmen wir Schritte hinter uns wahr, bevor eine allzu bestimmte Stimme wieder sagte: "Y/n, ich muss mit dir red.. " Kyoka brach sofort ab, als sie uns erblickte, doch Katsuki hielt mich wiederhin fest.
Ich stieß ihn leicht von mir weg und brauchte ein paar Sekunden, um mich wieder zu fangen, während ich einige Male verwirrt blinzelte, bevor ich fragte: "Was ist los? Ist alles in Ordnung bei dir?"
"Das würde ich eher dich fragen. Du hast Ibara eingeladen, ist das dein Ernst?" Ich konnte genau sehen wie ihre Augen vor Wut funkelnden und schluckte schwer.
Aber ehe ich antworten konnte, fiel mir Katsuki ins Wort: "Kyoka, wie du siehst sind wir beide gerade beschäftigt, also sei so nett und lass uns allein."
"Katsuki!" Ich schaute wieder zu ihm, dessen gelangweilter Blick aber auf Kyoka gerichtet war, die entsetzt ihre Augen aufriss.
"Willst du mich verarschen, Y/n?!"
Ich stieß mich nun ganz von Katsuki ab und ging einen Schritt auf meine beste Freundin zu. "Okay, ich habe sie eingeladen, aber was ist das Problem dabei? Wir sind nicht mehr verfeindet oder so ein Quatsch. Und wenn schon ist das meine Angelegenheit.", erklärte ich ruhig und Kyoka war kurz vorm Platzen.
"Aber das ist das Problem, du kannst deine eigenen Angelegenheiten nicht regeln! Ibara hat dich gemobbt, dich scheiße behandelt und dafür werde ich sie auf Ewig hassen, weil du meine beste Freundin bist! Davon abgesehen geht es dir am Arsch vorbei, ob Momo was mit deinem Ex hat oder nicht! Sie ist deine Freundin und du sagst nichts dagegen! Ich würde so etwas niemals tun, du bist mir wichtiger!" Ihre Worte wurden immer lauter und energischer und ich musste Katsuki davon abhalten mich in Schutz zu nehmen. Ich konnte erkennen, dass Kyoka leicht angetrunken war und ihre Worte langsam auch keinen Sinn mehr hatten. Sie hatte den letzten Satz so ausgesprochen, als hätte sie wirklich mal unsere Freundschaft vor anderen Dingen gestellt.
"Hör zu Kyoka, der Tag heute war wirklich hart für mich und ich würde ihn gerne noch genießen, okay? Lass uns bitte mal reden, wenn du nicht.. "
"Ich bin nicht betrunken! Ich verstehe nur nicht wieso du bei Momo alles durchgehen lässt und bei mir nicht!"
Sie schüttelte energisch ihren Kopf und ich konnte genau sehen, dass etwas in ihr vorging.
"Was habe ich dir denn nicht durchgehen lassen?", wollte ich wissen, weil ich wirklich keine Ahnung hatte, was sie meinte. Dieses Mädchen sprach nur in Rätseln und manchmal machte ich mir echt Sorgen um sie.
Kyoka verstummte und weitete für eine Sekunde ihre Augen, als hätte ich sie bei etwas ertappt. Kurz darauf baute sie wieder ihren Schutzwall auf und schaute Richtung Terasse. "Scheiß drauf, du wirst es sowieso nicht verstehen."
Ehe ich etwas sagen konnte, kehrte sie mir den Rücken zu und ging wieder raus zu den anderen. Ich wollte gerade nach ihrem Namen rufen, bevor Katsuki mich wieder zu sich zog und an den Tresen drückte. "Das kannst du später regeln."
Er blickte leicht zu mir runter und grinste auf seine eigene Art, die zu oft zum Schmelzen brachte. "Katsuki, ihr geht's nicht gut.", erwiderte ich, aber striff gleich wieder mit seinen Lippen über die zarte Haut meines Halses mit dem Wissen, wie verrückt es mich machte.
"Katsuki, ich muss zu ihr. Ich muss das regeln.", stieß ich aus und versuchte einen klaren Kopf zu bewahren.
Er ließ kurz von mir ab und schaute mich wieder mit seinen blutroten Augen an. "Y/n, morgen ist auch noch ein Tag. Genieß doch einfach den heutigen Abend noch mit mir und du siehst ja, dass sie schon so viel getrunken hat und nur noch Scheiße labert, da kann ihr doch niemand mehr zuhören."
Ich musste leicht schmunzeln, was ich sofort bereute, weil das ein Sieg für Katsuki bedeutete. Er drückte mir einen Kuss auf die Stirn, ehe er sagte: "Du machst dir zu viele Sorgen, aber das hast du schon immer getan. Genieß einfach den Abend und schau einmal nur auf dich selbst, ja?"
"Aber.."
"Mach es für mich.", fiel er mir ins Wort und setzte sich das leichtt Lächeln auf, welches er nur mir offenbarte.
Obwohl ich wusste, dass er recht hatte, war ich alles andere, als zufrieden, nickte aber nur mit einem Seufzen.
"Okay."
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Obwohl es sich am Anfang seltsam anfühlte mit Ibara in einem Raum zu sitzen, ließ ich mich schnell von der angenehmen Musik und der Stimmung mitziehen und vergaß für einen Moment jedes Problem, jede Aufgabe, die noch bevorstand. Und davon gab es viele.
Zum einen meine Mutter zurückrufen, die mich vor drei Stunden angerufen hat, um weitere Informationen über meinen Vater zu bekommen und schauen wie es mit der vorzeitigen Haftentlassung vorranging und dazu noch die Hürde zu überwältigen ihn selber über die Nummer anzurufen, die meine Mutter mir einige Wochen zuvor gegeben hat. Bis jetzt konnte ich mich einfach nicht dazu überwältigen, weil ich immer noch schlaflose Nächte hatte.
Es gab noch so viele Dinge, die ich tun musste und mein Leben war noch immer in einem riesigen Chaos, aber gerade gab es nichts als uns.
Die Laternen erhellten die Terasse, während einige Sterne am Himmel zu erkennen waren und wir alle haben uns mit Decken auf den angenehmen Liegen bequem gemacht.
Auf einmal stieß mich Katsuki neben mir leicht mit seinem Ellenbogen an und ich schaute schnell zu ihm auf.
"Ist alles in Ordnung?", wollte er wissen und ich wusste genau auf was er anspielte.
Seit dem Vorfall mit Ibara hatte ich die ständige Angewohnheit in Tagträume zu
verfallen und mich an alles Geschehene zu erinnern, was mir definitiv nicht gut tat.
Ich nickte und musste lächeln, als ich sein leicht besorgten Gesichtsausdruck bemerkte. "Ja, mir ist nur etwas wichtiges eingefallen."
Er hob erwartungsvoll seine Augenbrauen, als ich mich zu Denki wandte, der gerade mit Momo sprach und ihn fragte: "Denki, ich habe eine wichtige Frage, die ich dir stellen muss."
Denki blickte zu mir und grinste leicht.
"Schieß los."
Ich starrte einen kurzen Moment zu Katsuki, bevor ich mich wieder zu Denki drehte. "Katsuki behauptet, dass er bei unserer ersten Begegnung in der letzten Schulwoche letztes Jahr von dir geschubst wurde und deswegen gegen mich gestoßen ist. Ist das wahr? Denn ich glaube eher, dass Katsuki sich das ausgedacht hat und einfach nur ein Gespräch mit mir anfangen wollte."
Ich erinnerte mich an den Moment zurück, wo wir beide vor einigen Stunden eng umschlungen auf der Tribüne standen und darüber debattiert haben, wer recht hatte und wer nicht.
Katsuki musste ebenfalls daran denken und schmunzelte leicht.
"Katsuki, was redest du da? Ich habe dich nicht geschubst, du hast mich doch gefragt wie du Y/n best möglich ansprechen kannst und bist auf die dumme Idee gekommen ausversehen gegen sie zu stoßen.", entgegnete Denki ernst und Kiri stimmte ihm zu.
Ich spürte wie Katsuki's Körper sich anspannte und er sich gerade aufsetzte. "Das ist eine scheiß Lüge! Y/n, sag mir nicht, dass du ihm das abkaufst."
Wir alle mussten anfangen zu lachen und sogar Ibara stimmte uns bei.
Die Einzige, die nicht darauf reagierte, war Kyoka.
"Also ich weiß nur noch, dass Y/n ihn gleich darauf so laut beleidigt hat, dass die halbe Schule es gehört hat und sogar Katsuki nichts mehr darauf zu erwidern hatte.", sagte Kiri lachend.
"Ja daran erinnere ich mich nur zu gut. Y/n, du hast den armen Kerl dann wirklich verschreckt.", fügte Mina hinzu und alle lachten.
Als ich Katsuki's eisigen Blick gegenüber den anderen sah, musste ich schmunzeln und kniff ihm sanft an die Wangen, während ich entgegnete: "Ach, Katsuki kann man doch nicht verschrecken."
Daraufhin wurde das Gelächter immer lauter, doch Katsuki wehrte sich nicht dagegen, sondern starrte mich nur auf eine Weise an, die mir andeutete, dass ich das später auf jeden Fall bereuen werde getan zu haben.
"Da hast du recht.", stimmte Ibara zu und lachte wieder.
Auf einmal stand Kyoka aus dem Nichts auf und verließ die Terrasse.
"Kyoka?", fragte ich als einzige, während die anderen ihr nur verwirrt hinterherstarrten und wollte aufstehen, doch Katsuki hielt mich am Arm fest.
"Denk dran, was ich dir gesagt habe."
"Abe.."
"Y/n." Sein Ton klang eindringlicher als zuvor und sein Griff um meinen Arm verstärkte mich.
Ich schaute noch einmal in Kyoka's Richtung, bevor ich tief ausatmete und mich hinsetzte. Sofort bekam ich ein schlechtes Gewissen und versuchte mir wieder Katsuki's Worte in den Kopf zu rufen. Er hatte recht. Es ist meine Entscheidung, wem ich vergebe und wem nicht und Kyoka muss sich da nicht einmischen. Als ich mich wieder zurücklehnte, atmete ich seufzend aus und beschloss die letzten Sekunden aus meinem Hirn zu löschen.
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Das Einzige, was ich durch meine halbgeöffneten Augen und der verschwommen Sicht wahrnehmen konnte, waren die leichten Hintergrundsgeräusche von klingenden Gläsern und leisen Gesprächen.
Sie wurden von Sekunde zu Sekunde lauter und ein plötzliches Lachen riss mich wieder in die Realität, ehe die grellen Sonnenstrahlen, die in mein Gesicht schienen, mich blendeten und ich stöhnend meinen Arm als Sonnenschutz über mich beugte.
"Haha, ich sagte euch doch, dass sie bis 14 Uhr schlafen wird.", hörte ich eine männliche Stimme sagen und stand mit einem Ruck auf.
Kiri, Mina, Momo und Tooru, die hinter der Kücheninsel standen, starrten mich mit einem Grinsen an und ich brauchte ein paar Sekunden, um zu realisieren, was gerade vor sich ging. Ach ja, die kleine Party. Gestern Abend war es bereits viel zu spät gewesen und ich habe beschlossen, alle bei mir übernachten zu lassen. Ibara hat sogar auch zugestimmt und als Kyoka nach einer halben Stunde ihres Verschwindens sich erneut zu uns gesellt hat, ist sie auch geblieben.
Leider konnte ich keine Gelegenheit fassen, sie darauf anzusprechen, jedoch habe ich mir vorgenommen, das heute zu tun.
"Wartet mal, es ist schon 14 Uhr?", murmelte ich in meiner verschlaften Stimme und gähnte leicht, bevor ich mich vom Sofa hievte. Währenddessen schaute ich mich kurz um und bemerkte
Katsuki und Denki immer noch im Tiefschlaf auf dem anderen Sofa liegen.
Die einzigen die fehlten, waren Ibara und Kyoka.
"Sind Ibara und Kyoka schon gegangen?", wollte ich wissen und ging auf die Vier zu.
Momo schüttelte ihren Kopf. "Hmm, eigentlich nicht. Ibara hat gesagt, dass sie Brötchen kaufen geht und Kyoka war doch vor zehn Minuten noch hier, oder?"
"Ja, wo ist sie denn hin?" Kiri wirkte ebenfalls leicht verwirrt, was für ein mulmiges Gefühl in meinem Magen sorgte.
"Ich gehe mal nachschauen.", meinte ich und ging auf die Terrasse. Vielleicht wollte sie dort nach frischer Luft schnappen und etwas alleine sein.
Verdammt, ich hätte gestern schon mit ihr reden sollen.
Ich schluckte meine aufsteigende Reue runter und öffnete die Terassentür, ehe ich einen Schritt rausging. Die erfrischende Luft rüttelte mich erst so richtig wach, jedoch befand Kyoka sich nicht auf den Liegestühlen.
Erst als ich wieder reingehen wollte, hörte ich plötzlich im Hintergarten ein paar Meter weiter weg bekannte Stimmen. Mein Herzschlag beschleunigte sich leicht, als ich mich langsam der Richtung, von der die Stimmen ausgingen, näherte und sie immer lauter wurden.
"Hör auf mit dem verdammten Scheiß, ich will nichts mehr von dir!", schrie eine Person und als ich hinter das Gebüsch schaute, erkannte ich Kyoka und Ibara.
Kyoka's energische Stimme brach leicht ab, ehe sie nach einer kurzen Pause fortfuhr: "Es ist mir komplett egal, ob du noch etwas für mich empfindest, es ist aus! Du hast Y/n verletzt und dafür werde ich dir nie vergeben! Ich liebe dich nicht mehr!"
Warte was?
(Mein Dank für die Motivation dieses Kapitel fertigzuschreiben geht an Shipper_Sophie <33 Ich werde in nächster Zeit weitere Kapitel veröffentlichen, da ich wieder Zeit gefunden habe mich auf das Schreiben zu fokussieren. Tut mir leid wegen der Verzögerung, aber ich hatte viel um die Ohren haha)
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