Kapitel 119


Y/n:

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Doch so viele Erinnerungen in denen ich ertrinke

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"Y/n, jetzt motz nicht so, das neue Haus wird dir gefallen.
Wir leben doch jetzt in Japan, da wolltest du doch immer schon hin, wegen diesem komischen Zeichentrick, was du da guckst, oder?"

Das heißt Anime. Und krass, dass du weißt, dass ich Japan mag.
Ich hab's ja auch früher immer gesagt, aber jetzt kann ich es mitlerweile nicht leiden, weil dort gefühlt das ganze Land nur aus Helden besteht.

Ich verdrehte die Augen und zog wieder meine Kopfhörer auf.
Es sind jetzt sechs Monate vergangen, seit ich auf dieser Brücke stand und es nicht getan habe. 

Wow, sechs Monate. Es kommt mir immer immer noch vor, wie als wäre es erst gestern passiert.

Und obwohl ich dachte, dass es nicht mehr schlimmer gehen kann, sitzte ich hier mit meiner Mutter in einem Auto und betrachte mein neues Zuhause. Tokio.

Mehrere Tausend Meilen von meinem eigentlichen Zuhause entfernt.
Es kann nicht mehr schlimmer werden.

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Als ich auf dem Platz, neben dem von dem Mädchen zuging, legte dieses arrogante Miststück ihre Tasche auf meinen Stuhl, als Zeichen, dass nichts frei wäre und guckte mich mit ihrem Bitch-Blick an.
Was eine Nutte.

Ich blickte zum Lehrer, der gerade ein paar Papiere sortierte und sich nicht auf die Klasse konzentrierte.
Okay, ich weiß, ich werde nur so unbeliebter, aber ich bin gerade zu verhasst auf diese Klasse.

Ich nahm die Tasche von dem Mädchen, schmiss sie auf dem Boden und als der Lehrer hochschaute, worauf ich wartete, sagte ich mit liebevoller Stimme: "Oh deine Tasche ist dir runtergefallen, warte ich helfe dir schnell die Sachen aufzuheben."

Sie blieb nur regungslos auf dem Stuhl sitzen und starrte mich verwirrt, aber auch wütend an, während sie laut nach Luft schnappte.

Darauf sagte der Lehrer: "Ibara, Y/n sammelt gerade deine Schulsachen, die du runtergeschmissen hast auf, steh gefälligst auf und hilf ihr!"

Ibara also.
Ich grinste innerlich. Ich wusste, dass der Lehrer das sagen würde. Alles verlief, wie nach meinem Plan.
Ibara kniete sich zu mir runter, starrte mich an, wie ein Insekt was man beseitigen müsste und flüsterte stumm: "Du bist tod"
Jap, das weiß ich.

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Langsam kam sie meinem Ohr näher und flüsterte mit einer eiskalten Stimme: "In diesem Klassenzimmer wird nach meinen Regeln gespielt. Leute, die diese Regeln nicht befolgen, werden ausgelöscht. Und du befolgst diese nicht. Das ist garnicht gut, weißt du das Y/n?"

Sie spuckte meinen Namen regelrecht aus, bevor sie mich mit meinen Haaren zu sich zog, mir nochmal in die Augen schaute und dann so fest mit meinem Kopf gegen die Wand hämmerte, dass ich zusammenbrach.

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Er ist hübsch.
Das war mein erster Gedanke, den ich mir sofort wieder ausgetrieben habe.
Nein, dieser Hurensohn ist nicht hübsch. Er ist das hässlichte Miststück, welches ich je gesehen habe.

Seine blonden dicken spitzen Haare passten perfekt zu seinen blutroten bedrohlich aussehenden Augen.
Doch auch wenn seine Augenfarbe so aggressiv herausstach, spiegelte sich keinerlei Wut an ihnen wie vorher, sondern Trauer, Mitleid und Verständniss.

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Die Umarmung zog sich und ich verlor mein Zeitgefühl.
Brauchte ich auch nicht.

Ich wollte einfach für immer in diesen Armen gehalten werden, nie wieder losgelassen werden, nie wieder in dieses depressive Loch fallen.
Wir standen da wie angewurzelt und keiner sagte ein Wort.
Mussten wir auch nicht. Diese Umarmung war genug.

Ich hatte keine Ahnung wieviel Zeit verging, als wir uns lösten, aber es waren bestimmt zwei Minuten.
Er ließ zuerst los.

Doch ich fiel nicht. Ich stand weiterhin aufrecht auf dem Boden und fühlte mich irgendwie wohl -
Geheilt.

Katsuki sagte nichts, sondern starrte mir nur in die Augen.
In ihnen spiegelte sich ein Schmerz ab, der meinem sehr ähnelte. Leidete er genauso wie ich und hatte er diese Umarmung vielleicht auch gebraucht?

Wir starrten für eine Weile sehr intensiv an. Und auch wenn wir in dieser Zeit keine Worte miteinander wechselten, war dieser Blickkontakt genug.

"D-danke", brachte ich irgendwann über die Lippen und lächelte leicht.

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"Ibara.. Du willst mich doch nicht.."
Ich wagte es nicht den Satz zu beenden, mir nicht einmal vorzustellen, was sie gleich machen würde.

Ich betete einfach nur. Betete zu Gott, dem Universum, zu allem was mir einfiel.
Nicht so. Ich will nicht so sterben.

Ich spürte, wie sie grinste und meine Haare packte. Und dann tat sie das schlimmste, was sie hätte tuen können. Sie schnitt sie ab.

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Danke.", flüsterte er aufeinmal.

Ich schaute ihn nur fragend an.

"Danke, dass du mich eines besseren belehrt hast."

Ich verstand gar nichts, aber wollte auch nichts erwidern.

Aufeinmal beugte er sich langsam vor, immer näher an mein Gesicht.
Immer näher, bis ich seinen Atem auf meiner prickelnden Haut spüren konnte.

Warte, was macht er da? Ist es das, was ich denke?? Nein, dass kann nicht sein, dass kann nicht...

Und dann küsste er mich.
Und ich erwiderte seinen Kuss.

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Y/n?"
Die Stimme war tief und rau, aber es war die Stimme meines Vaters.
Meine Hände fingen an zu zittern und meine Augen brannten.

"Y/n?", wiederholte er nach ein paar Sekunden und mir wurde etwas schwindelig.

"Hi. Dad.", stieß ich mit voller Kraft heraus, doch meine Antwort war nicht lauter als ein Wispern.
Ich lauschte seinem ungleichmäßigen Atem und war mir sicher, dass er weinte.

Bis jetzt habe ich ihn nur zwei mal in meinem ganzen Leben weinen sehen.
1. Als ich Ohrringe bekam.
2. Als er mich gebrochen in meinem Zimmer vorfande.
Und jetzt.

Er schiefte, bevor er sagte: "Ich.. ich habe nur drei Minuten."
Mein Herz verkrampfte sich und ich nickte, obwohl er es nicht sah.

"Wie geht's dir?"
Diese Stimme. Ich habe für einen kurzen Moment gedacht, dass ich sie vergessen hätte. Aber nein. Sie war wie immer, aber.. sie klang gebrochen.

"Gut.", antwortete ich schnell und kaute nervös an meinen Nägeln.

"Wirklich?", hackte er nach.
Nein, mir geht's nicht gut. Mir ging es nie gut. Ich hasse meine Mutter, mein Umfeld und mich. Ich hasse alles auf dieser verdammten Welt.

"Wirklich.", versicherte ich ihm und versuchte nicht zu stottern.
Lüge. Alles ist eine verdammte Lüge.

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Ja, das sind sie. Aber ich sehe diese Worte nicht in mir, sondern in dir. Und deswegen liebe ich dich so sehr."

Mein Herz blieb stehen. Ich spürte meine Narben unter meiner Haut pochen, welche mir klar deutlich machen wollten, dass das alles nicht stimmte.
Aber da waren Shotos Augen..

Sie sahen mich an.
Doch ohne Vorwürfe. In seinen Augen war ich perfekt, selbstbewusst und die Person, die ich immer sein wollte.
In seinen Augen war ich das glückliche Mädchen aus Amerika, die keine Ahnung von allem hatte.
Und die wollte ich unbedingt sein.

Meine Narben brannten, wollten mich an das erinnern, was ich eigentlich war, doch ich ignorierte es.
Ich hatte noch eine Chance, die zu werden, die ich mal gewesen war.

Doch ich würde lügen.
Als ich gerade etwas darauf erwidern wollte, ließ er mich nicht ausreden. Langsam kam er näher und legte seine Hand auf meine Wange. Sofort prickelte meine Haut und ich rückte reflexartig näher.

Ich konnte meinen Blick nicht von seinen Augen abwenden.

Und bevor ich überhaupt richtig wahrnehmen konnte was geschah, legte er seine Lippen auf meine und küsste mich.

Vergessen. Ich liebe und hasse diese Lüge zugleich. Doch wenn ich mich entscheiden müsste, dann wäre es die Lüge.

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Und was soll ich jetzt machen?", fragte ich in einem gereizten Ton und verschränkte meine Arme.

"Dich aufwärmen, wir fangen gleich an."

Mein Herz sprang mir gleich aus der Brust. Ich würde definitiv kein Training mit Katsuki machen, lieber würde ich sterben.
"Nein."

"Was hast du gesagt?"
Er drehte sich um und ging ein paar Schritte auf mich zu. Ich blieb wie angewurzelt stehen und hielt seinen eisernen Blick stand.

"Nein.", wiederholte ich.
"Ich möchte nicht mit dir trainieren. Und noch weniger möchte ich mir was von dir sagen lassen."

Auf seinem Lippen bildete sich ein Lächeln ab. Aber nicht ein freundliches, sondern ein verhasstes, abscheuliches Lächeln.

Er kam auf mich zu, bis er nur noch wenige Zentimeter von mir entfernt stand und blickte auf mich herab
Ich spürte seinen Atem auf meiner Haut, doch ich schreckte nicht zurück.

Katsuki beugte sich dann zu mir runter und flüsterte mit einem eisigen Ton in mein Ohr:
"Es ist mir scheißegal, was du möchtest oder was nicht. Also bring deinen verdammten Arsch in Bewegung und wärm dich auf."

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Mein Herz fing an wie wild zu rasen und ich fühlte mich aufeinmal wie ein verrückter Junkie, der unbedingt noch einen weiteren Schuss wollte.
Ich war nicht besser. So wie ich gerade aussah konnte man mich warscheinlich nicht mal mit einem unterscheiden.

Ich schnaubte, während ich meine Ärmel wieder nach unten krempelte und die Gedanken schweifen ließ.
Ja, ich verdiehnte gar nichts auf dieser Welt und war komplett nutzlos.
Ist okay. Weil so langsam war mir das auch egal. Sollten sie mich doch hassen.

Als ich ins Badezimmer ging, mich auszog und in die Dusche stieg, stöhnte ich erleichtert auf.
Das warme Wasser ließ mich wenigstens ein bisschen besser fühlen.

Gleich darauf schaltete ich die Wärme hoch. Und dann höher. Und noch höher. Meine Haut fing nach ein paar Minuten an zu schmerzen und verfärbte sich leicht rötlich, aber ich hörte nicht auf.
Es fühlte sich gut an.

Ich atmete den Dampf tief ein und spürte, wie er meine Lungen erfüllte. Es war schon so heiß, dass sich das Wasser ein wenig kalt anfühlte. Aber obwohl es weh tat, war es nicht dasselbe. Dieses Gefühl...
Es war nicht genug.

Ich wollte unbedingt mehr, aber auch nicht. Ich wollte ein Messer aus der Küche holen, aber auch nicht.
Auf der einen Seite wollte ich etwas fühlen, irgendwie innerlich am Leben bleiben, aber auf der anderen Seite schämte ich mich.

Das ist alles wegen meiner Mutter.
Wenn Sie nicht wäre, dann wäre all das nicht passiert. Ich hasse sie. Ich hasse sie so sehr, dass man es nicht beschreiben kann.

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"Shoto, wenn die Lehrer dich so sehen, dann wirst du einen Verweis bekommen oder fliegst von der Schule. Das wollen wir beide nicht, also lass uns gehen, ich begleite dich auch nachhause."

"Nein."
Es brachte nichts. Shoto würde in diesem Zustand ewig lange mit mir diskutieren und ich hatte dafür keine Zeit. Er würde eher hierbleiben, wenn ich weiter auf ihn reinreden würde, weswegen ich mich umdrehte und ging.

Doch er packte plötzlich meine Hand im festen Griff und zog mich mit voller Wucht zu sich. Ich schrie leise auf, als mir der Schmerz durch mein Handgelenk zuckte, doch er ließ nicht los.

"Wo willst du hin?", fragte er plötzlich in einem groben Ton und seine Pupillen weiteten sich fast um die doppelte Größe.

Ich schnappte erschrocken nach Luft und blinzelte mehrmals.
Das kann nicht sein. Das ist nicht Shoto.

"Lass mich los.", befahl ich mit zittriger Stimme und versuchte nicht zu verängstigt zu wirken.
Wieviel hat er bitte geraucht?

"Wo willst du hin?", wiederholte er und verfestigte seinen Griff.
Das ist nicht er. Das ist nicht er..

"Lass mich l-.."
Plötzlich ließ er mich tatsächlich los und bevor ich überhaubt realisierte, was abging, fiel Shoto zu Boden.

"Verpiss dich du Arschloch.", hörte ich Katsuki Shoto anknurren und mein Adrenalin stieg sofort in die Höhe.

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"Ich habe dir immer wieder verziehen, mir eingeredet, dass ich das Problem sei und mich selbst runtergezogenen. Jedes beschissene Mal habe ich dich verteidigt, weil ich dich echt gemocht habe. Warscheinlich auch geliebt, aber jetzt kann ich dir das nicht mehr sagen." Ich spürte die Tränen auf meiner Wange runterlaufen.

"Aber trotzdem habe ich dich nie losgelassen. Ich habe dir noch eine einzige Chance gegeben. Und als ich dann erfahren habe, dass du mich auch noch wegen dem Unfall mit Katsuki angelogen hast und dass du eigendlich Schuld warst, hat mich das innerlich zerbrochen."

Er zog scharf die Luft ein und das war auch meine Bestätigung.
Mein Herz schlug wie wild, blieb aber auch dann im exakt selben Moment stehen.
Ich wusste, dass meine nächsten Worte ihn verletzen würden.

"Shoto, ich kann nicht mehr.
Ich bin selber gerade am ertrinken und ein Ertrinkender kann keinen anderen Ertrinkenden retten.
Es tut mir leid, ich mache Schluss."

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Wieso konntest du nicht atmen?", erkundigte ich mich dann.
Katsuki warf mir einen kurzen Seitenblick zu und gab mir wieder seine Kippe.

"Es ist viel passiert. Ich habe Kiri verletzt und dann hat Denki mich verletzt. Alles sehr dramatisch und eine lange Geschichte."
Mache nicht den gleichen Fehler, den du bei Shoto gemacht hast.

"Ich mag lange Geschichten, also wenn du es mir erzählen willst, dann höre ich dir zu." Jetzt schaute er mich für einen längeren Moment an.
An was denkst du??
Sein neutraler Gesichtsausdruck verriet mir nichts.

"Okay."
Er wandte seinen Blick nicht von mir ab, sondern blinzelte nur langsam.
Ein warmes Gefühl stieg in mir hoch und mein Herz schlug im regelmäßigen Tempo auf und ab.

Ich wollte, dass er mich weiterhin anschaute. Dass ich für Stunden seine roten Augen betrachten konnte und wir ohne Worte miteinander kommunizierten.

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"Pass auf.", sagte Katsuki dann in einem ernsten Ton und bevor ich mich versah, spürte ich seine Hand auf meiner Taille und er zog mich zu sich, sodass ich mein Körper gegen seinen traff.
Ich schnappte nach Luft und mein Herz blieb stehen. Ach. Du. Scheiße.

Gleich darauf hörte ich eine Welle auf uns zukommen, die kurz davor war meine Schuhe zu erreichen und erst jetzt verstand ich, dass Katsuki mich davor bewahrt hatte. Er ließ mich wieder los und auf der Stelle, wo er mich zuvor angefasst hatte bekam ich sofort Gänsehaut.

Mein ganzer Körper vibrierte und mir wurde übernatürlich heiß, obwohl es wahrscheinlich nicht einmal fünf Grad hatte. Was passiert gerade mit mir? Wieso ist mir so warm und wieso will ich unbedingt, dass er das wieder tut??

"Danke.", stieß ich etwas überfordert aus und traute mich nicht ihn anzuschauen. Tu es wieder. Fass mich wieder dort an.

"Sag mal, bist du immer so tollpatschig und siehst nichts? Heute bist du ja schon fast auf dem Eis ausgerutscht.", sagte er und seine Mundwinkel zuckten. Wie konnte er nur so tun, als wäre gerade nichts geschehen??

"Haha, heute ist einfach nicht mein Tag.", erwiderte ich und versuchte meine geröteten Wangen zu verbergen. Scheiße, ich würde mich sogar jetzt auf die Straße auf ein fahrendes Auto stürzen, wenn du mich wieder so anfassen und zu dich ziehen würdest.

Er lachte wieder und auf einmal blieb mein Herz stehen. Alles schien plötzlich einen Sinn zu machen und meine Lungen schnürrten sich zu.
Ich stehe auf Katsuki.
Ich. Stehe. Auf. Katsuki.
Fuck. Ich stehe einfach auf Katsuki.

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Die Augen meiner Mutter weiteten sich und sie schaute aus dem Fenster auf die Straße hinaus. "Er hat dich beschützt?"

Ich folgte ihrem Blick und dachte an den schrecklichen Moment, wo er von hinten auf den Boden gerammt wurde. Er hat das nur für mich getan.
"Ja."

Nach ein paar Sekunden der Stille, antwortete sie: "Okay, ich regle das."

Mein Herz blieb stehen und der Moment schien für mich nicht real zu sein. "D-Danke." Das ist nicht meine Mutter. Nicht die Übliche.

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"Ach wirklich? Dann lass uns hier und jetzt alles ein für alle mal beenden. Du und ich, keine Regeln, keine Zeugen nur der, der am Ende nicht mehr kann. Falls du gewinnen solltest, wechsle ich die Schule, aber wenn du verlierst, dann wird dieser Horror hier für dich nur der Anfang sein." Ibara's Lippen verzogen sich zu einem grausamen Lächeln, doch ich erwiderte es nicht.

Stattdessen löste ich meine Kampfposition auf und starrte sie etwas traurig, zugleich aber enttäuscht an. "Ibara, du tust mir echt leid. Wie gebrochen muss man sein, wenn man alles daran setzt einer Person über Monate hinweg das Leben zerstören zu wollen? Ich hoffe echt, dass du dir irgendwann im klaren sein wirst, was du überhaupt gesagt und getan hast. Ich will weder mit dir kämpfen noch streiten, also werde ich das mit dir bestimmt nicht auf diese Weise ausfechten. Wenn du irgendwann ein Held sein willst, dann benimm dich auch jetzt wie einer und zeige mir wieviel Ehre du besitzt. Denn jetzt sehe ich nur ein verweichliches Mädchen vor mir stehen, welches nichts anderes tun kann, als zu flennen." Die Worte kamen wie von selbst aus meinem Mund heraus und die vorherige Furcht von ihr nahm immer mehr ab.

Plötzlich hörte ich sie laut auflachen und sah, wie sie sich gegen die beschädigte Wand anlehnte. "Verweichlicht? Ich bin also verweichlicht?? Oh Y/n du hast gerade den größten Fehler deines Lebens begangen.", wisperte sie und kicherte "Du bist so was von am Arsch. Nein, du willst nicht einmal wissen, was ich dir alles antun kann."

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"Du kennst den Plan.", erwiderte Logan und sein Ton verdüsterte sich.

"Wir können das nicht tun. Wie willst du Mr. Shiozaki bitte umbringen?! Er ist der Bürgermeister und hat zugleich noch eine Tochter. Davon abgesehen würde ich nicht sein Erbe bekommen."

Ein so gewaltiger Stich zog sich durch meine Brust, dass meine Knie drohten einzuknicken. Das hier fühlte sich so surreal an, dass ich wünschte gleich aufzuwachen.

"Wenn du ihn davor heiratest, dann bekommst du es wahrscheinlich. Ihr seid schon fast verlobt. Ich muss dir es nicht noch einmal erklären." Ich hörte, wie er aufstand, um den Raum zu verlassen und sofort setzte ich mich in Bewegung, um die Treppen hochzulaufen.

Doch auf einmal knarzte der Boden unter mir und meine Mutter rief gleich darauf meinen Namen. Meine Beine blieben wie angewurzelt stehen und ich traute mich nicht, mich umzudrehen. Meine Hand verfestigte den Griff um den Handlauf, als meine Mutter hinter mir stand und meinen Namen wiederholte.

Ich biss meine Zähne zusammen, während ich mir ein Lächeln aufzwang und über meine Schulter blickte. "Ja?"

Sie starrte mich mit leicht aufgerissenen Augen an, was die einzige Andeutung darauf war, dass sie verdammte Angst hatte, dass ich das Gespräch mitbekommen hatte.
Mein Handy zeichnete immer noch alles auf.

"Bist du gerade hergekommen?", fragte sie unsicher, doch ich hatte keine Zeit um zu antworten. Mein Magen verkrampfte sich schlagartig, als er sich neben sie stellte. Als mir die Person in die Augen schaute, die ich genauso sehr gehasst und gefürchtet habe wie meine Mutter. Wahrscheinlich sogar noch mehr.

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"Willst du?"

Ich blinzelte und brauchte kurz, um zu realisieren, was er meinte und ich schluckte schwer, bevor ich nickte und sie annahm. Katsuki legte eine Hand auf meine Taille und mit der anderen verschränkte er meine, bevor er anfing sich in Bewegung zu setzen und mich mitzog. Meine Schritte waren etwas wackelig und mir wurde plötzlich sehr warm, weil wir uns so unglaublich nahe waren.

"Noch nie getanzt, oder was?", fragte er in einem neckenden Ton und grinste.

Ich erwiderte seinen scharfen Blick. "Natürlich, aber noch nie im Regen. Deswegen rutsche ich etwas aus."
Es war eine glatte Lüge, die er sofort durchschaut hatte. Ich war verdammt nervös.

Er festigte seinen Griff und kam mir etwas näher, sodass ich seinen Atem auf meiner Haut spüren konnte.
"Entspann dich einfach, ich führe dich."

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Y/n ritzt sich

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Mein Herz schlug.
Ich spürte es.

Eins. Zwei. Eins. Zwei.

Es schlug tatsächlich.

Als ich meine Augen langsam öffnete, konnte ich nur einen metallischen Geruch wahrnehmen, bevor ich eine warme Flüssigkeit meine Stirn runterinnen fühlte.

Erst im nächsten Moment fing ich an zu denken. Mich an alles zu erinnern.
Schritt für Schritt. Von Anfang, bis zum Ende. Vor wenigen Sekunden war mein ganzes Leben in Tokio an mir vorbeigezogen und jetzt..
Jetzt lag ich auf dem Boden.

Ich spürte meinen Körper nicht mehr.
Das einzige, was ich sah, waren Kieselsteine und.. eine Silhouette.

Ich schaute nach oben, konnte aber nicht meinen Kopf anheben. Als ich Ibara erblickte, entwich mir die Luft aus meinen Lungen. Eine riesige Gänsehaut fuhr mit über den gesamten Körper und auf einmal spürte ich jeden kleinsten Schmerz.

Alles pochte, brannte und ich fühlte mich noch nie so schwach. So verletzlich. Ich setzte alles daran mich irgendwie hochzustemmen, doch mein Leib war zu schwer.
Steh auf! Bitte!!!!!

Sie kam immer näher, ihre Schritte waren langsam, aber so scheiße bedrohlich. Ich traute mich nicht einmal ihr ins Gesicht zu schauen.
Es war wie ein Albtraum.
Sie wird mich umbringen.
Sie wird mich wirklich umbringen.
Nein, bitte. Bitte, kann mir jemand helfen?! H.I.L.F.E.

Ich riss meine Augen auf und versuchte wieder mich hochzustemmem. Meine Muskeln fühlten sich schlaff und müde an, so erschöpft, dass ich sie kaum spürte.
Mein Magen verkrampfte sich so sehr, dass mir Übel wurde, während ich meine Finger in die Erde bohrte und meine Zähne zusammenbiss.
Steh auf. Steh auf. STEH AUF.

Mein Herz raste und mein Atem wurde immer schwerer, aber ich gab alles. Es tut so sehr weh, dass ich glaubte gleich wieder in Ohnmacht zu fallen. Alles schmerzte. Alles.
Oh nein.. oh nein...

Ich keuchte, als ich mich gerade so etwas hochstemmen konnte, doch gerade als ich hochblicken wollte, wurde ich wieder hard auf den Boden gedrückt, dass ich aufschrie.

"Was ein Schwächling.", heuchelte Ibara und lachte, während sie mich nur mit ihrem Fuß auf dem Boden drückte. Ich schnappte nach Luft und biss mir auf die Zähne. Nein.. 

Auf einmal ließ sie mich los, doch ehe ich mich bewegen konnte, wurde ich von ihren Ranken hochgeschleudert und stehend gefesselt. Die Dornen gruben sich in meine Haut und ich schrie erneut auf.

Plötzlich klatschte Ibara mir eine und ich starrte sie verängstigt an. Sie hingegen musterte mich und ein langsames teuflisches Grinsen spielte sich über ihre Lippen ab.
"Du weißt nicht wie lange ich auf diesen Moment gewartet habe."

"Mich zu töten?", stieß ich aus und riss meine Augen auf.

Sie schwieg für ein paar Sekunden, bevor sie anfing lauthals zu lachen. "Dachtest du ernsthaft, dass ich dich töten würde? Denkst du wirklich, dass ich so viel Mitleid mit dir empfinden würde, dass ich dir deinen größten Wunsch erfüllen würde?"
Mir wurde schwindelig und ich traute mich nichts zu erwidern.

Sie schnaubte. "Ich werde dich innerlich in tausend Teile zerstückeln.
Du wirst nach diesem Tag nicht mehr leben wollen, nie. Ich werde dich verdammt nochmal auslöschen. Alles, was du liebst, alles was du warst."

"Ich habe nichts mehr."
Das war die Wahrheit.

Wieder füllte diese schreckliche Stille den Raum. "Doch, das hast du."
Mein Magen zog sich zusammen.

"Du hast noch deinen Vater. Eine Person, die dich liebt, aber im Knast sitzt. Wie lange muss er noch einsitzen? Zwei Jahre?", fragte sie zuckersüß und plötzlich wurde mir ungewöhnlich heiß.

"Was hast du vor?", wollte ich in einem bedrohlichen Ton wissen und die Ranken wurden enger.
Ich ignorierte den Schmerz, weil ich gerade so voller Adrenalin geladen war, dass ich nichts mehr, außer ihre Stimme wahrnahm.

"Die Frage ist, was habe ich getan?
Ich weiß, dass deine Mutter ihn aufgrund von Misshandlung angeklagt hat und da die Beweise gefehlt haben und sie nur mit dem Richter gefickt hat, hat er nicht so viele Jahre bekommen, die ein solcher Straftäter eigentlich bekommen sollte.
Naja, ich bin die Tochter des Bürgermeisters von Tokio und du weißt nicht wie leicht es mir fällt von Leuten gefälschte Beweise machen zu lassen.", erklärte sie und mein Herz blieb stehen.

"Nein." Mein Blut rauschte in den Ohren. Es fühlte sich an, als würde sogar die Erde erzittern.

"Du kannst nichts tun, weil du nutzlos bist. Dein scheiß Vater wird jetzt zehn weitere Jahre einsitzen und du wirst nichts von ihm hören. Die einzige Person, die dich vielleicht geliebt hat ist jetzt auch weg. Tut weh, oder?"

Nein. Das kann nicht sein. Das hat sie nicht gemacht. Jeder einzelne Muskel in mir schien gleich zu platzen.
Aber nicht vor Schmerzen, sondern vor dieser gewaltigen Energie, die sich gerade in mir anstaute.
Ich starrte Ibara ohne ein einziges Mal zu blinzeln an. Sie hat mir das angetan. Nur sie.

"Was willst du jetzt tun? Heulen? Das ist das Einzige, was du gerade machen kannst.", sagte sie und kicherte, bevor sie mit ihrer Hand mein Kinn packte und mein Gesicht musterte. "Ich werde das hier nie vergessen."
Ihre Nägel bohrten sich in meine Haut.

Sie schmunzelte und sagte dann das, was mir den Rest gab. "Dieser Moment hier erinnert mich so sehr an dem letzten Schultag letztes Jahr, wo ich dir ganz einfach die Haare abgeschnitten habe. Genauso schwach, genauso hässlich, genau die gleiche Person. Das Kind von einer Hure und einem Straftäter. Ich werde es wirklich nie vergessen."

"Ja, dass wirst du nicht.", flüsterte ich und ihr Griff wurde stärker.

"Was?"

"Du wirst ihn nie vergessen, weil das deine letzte Erinnerung sein wird.", stieß ich aus und bevor sie etwas erwidern konnte, ließ ich meinen ganze angestaute Energie raus.

Es knallte so laut, dass ich dachte mein Trommelfell würde platzen.
Und dann wurde alles in Finsterniss eingetaucht. Ich spürte nicht einmal den Boden unter mir, sondern nur den Wind, der mir ins Gesicht blies.

Mein Quirk umhüllte jeden Zentimeter des Waldes, dass man kaum was sehen konnte.
Er ließ mich einige Meter über dem Boden schweben und umgab mich wie eine Schutzblase.

Ibara versuchte sich nach oben zu stemmen und schaute mich schockiert an, bevor mein Quirk sie aus dem Nichts wegschleuderte und sie hard gegen einen Baum knallte.
Ich hörte ihr schnerzerfülltes aufschreien, ehe mein verhärteter Rauch sie gegen den Stamm pinnte und ich festen Boden unter meinen Füßen verspürte.

Ibara versuchte sich verzweifelt zu befreien, während ich langsam auf sie zukam und spürte, wie sich meine Wunden auf Grund meines Quirks wie von selbst heilten. Mein ganzer Körper war auf einmal so Energiegeladen, dass ich mich wie neu geboren fühlte.
Vor mir steht wirklich Ibara, schwach, gebrochen und verängstigt. Ich kann ihr jetzt alles ohne Grenzen antun.
Verdammt.

Ibara riss ihre Augen auf und atmete schwer. "Y/n..", stieß sie aus und ich konnte regelrecht ihren Herzschlag hören. Als ich nur wenige Zentimeter vor ihr stand, blickte ich ihr kühl in die Augen.

"Bitte.. tu mir das nicht an.", flehte sie und kniff ihre Augen zusammen.
Das fühlt sich so gut an.

"Nenn mir einen Grund, wieso ich dir nicht den gleichen Schmerz zufügen sollte, den du mir zugefügt hast.", sagte ich und sie presste ihre Lippen aufeinander.

Eine Träne rollte über ihre Wange.
Ich fing sie mit einen Zeigefinger ab.
"Anscheinend hast du doch Gefühle."
Sie schwieg, konnte nur weinen.

Ich legte meinen Kopf etwas schief, mein Gesicht war wie in Stein gemeißelt, während ich dieses hoffnungslose Mädchen betrachtete.
"Wie ist es so hilflos zu sein? Allein?
Scheiße, oder? So habe ich mich jeden Tag gefühlt. Das war der Grund wieso ich mich selbst verletzt. Vielleicht kannst du es jetzt nachvollziehen."

Mein Quirk wartete hinter mir auf jeglichen Bewehl und ich hob meine Hand. Ibara's Augen weiteten sich, doch sie traute sich nichts zu sagen.
Das hier war der Moment, auf den ich gewartet habe. Seit so langer Zeit.

Doch auf einmal schloss sie ihre Augen. Ich zog scharf die Luft ein und zögerte. Sie hatte aufgehört sich zu wehren, überhaupt zu hoffen, dass das hier gut für sie enden würde.
In ihren Augen war ich ein gnadenloses Monster.
Bin ich das wirklich? Nein.

Ich schnippste mit meinen Fingern und im nächsten Moment umhüllte der Rauch Ibara und heilte ihre Wunden. Sie öffnete sofort ihre Augen und starrte mich schockiert an.
"Was?"

Sie war immer noch an dem Stamm gepinnt, doch ich trat ein paar Schritte zurück. "Wie ich es schon mal gesagt habe: Ich bin nicht du und ich bin auch nicht meine Mutter. Ich bin ich, weder nutzlos noch schwach.
Und das muss ich niemandem beweisen, denn ich kenne meinen Wert. Du nicht. Du bist hier ein Nichts."

Sie schluckte schwer und senkte ihren Kopf.  "Ja, das bin ich."

Ich drehte mich um und ging.
Und obwohl ich diesen Kampf gewonnen habe, habe ich innerlich verloren. Ibara hat die Beweise sicherlich schon eingereicht und die ganze Schule hat das an den Wänden gelesen.

Sie hätte es verdiehnt fertig gemacht zu werden. Doch stattdessen lief ich weg. Ich musste, es war einfach zu viel. Mein Kopf platzte und je länger ich hier stand, desto schlimmer wurde es. Lauf weg. Komm nie wieder.
Ja, das werde ich. Sie werden mich nicht finden.
Weil niemand nach mir suchen wird.

(Hey Leute ich hoffe ihr fandet diese Flashbacks von Y/n ganz okay. Da es ja sehr viele Kapitel gibt wollte ich einfach, dass ihr noch so einen kleinen Überblick über der Story habt, weswegen ich die wichtigsten Teile mal eingefügt habe. Ich wünsche euch noch viel Spaß beim Lesen<3)

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