1. Wo bin ich?
Mikasa

Ich öffne meine Augen und sehe einen mir unbekannten Raum. Langsam und vorsichtig erhebe ich mich von diesem ekelhaften, nassen Teppich. Meine Augen suchen die Umgebung ab. Es ist eindeutig ein mir unbekannter Ort, ich habe noch nie solche grässlichen, gelben Tapeten gesehen. Und dann dieses Licht an der Decke... Das surren geht mir auf die Nerven. Ich gehe einfach mal los und schaue mich etwas um, doch... Jeder Raum ist exakt gleich. Hier und da stehen die Wände vielleicht mal anders, aber vom Grundprinzip her ist es das gleiche. Wie eine Art endloses Labyrinth.

Während ich diesen seltsamen Ort weiter erkunde, muss ich an Eren denken und daran, dass ich so schnell wie möglich hier raus muss! Ich lasse ihn bei seiner ersten Expedition hinter die Mauern garantiert nicht allein! Niemals. Und so setzte ich meinen Weg fort, doch nichts.. immer nur die gleichen Wände, der selbe Teppich und dieses verdammte surren der Lichter wird auch nicht leiser. Im Gegenteil, das scheint immer lauter zu werden! Langsam beginne ich etwas panisch zu werden. Hier muss es doch einen Weg nach draußen geben! Irgendwo! Doch nichts...
15 Stunden später
Ich wandel noch den ganzen Tag durch dieses Labyrinth. Naja, was für einen Tag? Ich habe recht schnell mein Zeitgefühl verloren, doch es hat sich definitiv wie ein Tag angefühlt. Seltsamerweise bekomme ich keinen Durst oder Hunger. Erschöpfung merke ich auch noch nicht. Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als weiter zu gehen und nach einem Ausgang zu suchen.
24 Stunden später
Was soll das? Soll ich hier verrückt werden? Alles sieht so gleich aus, ich weiß nicht mal ob ich im Kreis laufe oder nicht?! Wie viel Zeit ist bisher vergangen? Ich kann es nun überhaupt nicht mehr einschätzen. Stunden? Tage? Wochen? Es fühlt sich an, als wären bereits Jahre vergangen.
Weitere 24 Stunden später
Was ist das hier nur für ein Ort? Ich will hier endlich raus! Wie lange renne ich hier jetzt schon rum? Ich verstehe gar nichts mehr. Vor einiger Zeit habe ich ein Knurren gehört und mich leise entfernt. Was ist hier mit mir? Ich verstehe überhaupt nichts. Ich will doch einfach nur zurück. Mit den Titanen kann ich wenigstens umgehen, aber hier weiß ich nicht mal, was mein Feind ist und wie ich mich dann verhalten soll.. Eren, bitte vergiss mich nicht.. Ich werde hier schon irgendwie wieder rauskommen, versprochen.
Damit setze ich meinen Weg fort. Ich laufe durch immer mehr Räume und weiß nicht, ob ich hier bereits durchgelaufen bin oder nicht. Ich gehe einfach weiter. Immer weiter. Ich komme in einem Raum an, indem es nur einen Weg gibt und zwar durch pure Dunkelheit. Ich habe damit eigentlich kein Problem, aber einfach die Tatsache, das ich alleine und unbewaffnet bin, haben mich bisher dazu gebracht diese dunklen Gänge zu meiden. Doch jetzt habe ich keine andere Wahl. Ich will nicht zurück laufen, also muss ich dadurch. Mit meinem Blick in die Tiefe Dunkelheit, versuche ich mich selbst zu beruhigen. "Ich muss zu Eren. Seit wann macht mir Dunkelheit auch Angst? Ich bin schließlich Mikasa Ackerman! Ich bin so stark wie 100 normale Soldaten!", flüstere ich zu mir selbst und betrete die verschlingende Dunkelheit.
Mein Herz rast wie verrückt, ich habe tatsächlich Angst. Doch davon lasse ich mich nicht aufhalten. Vorsichtig taste ich mich durch die Dunkelheit. Das Licht hinter mir geht plötzlich mit einem knall aus, was mich zusammenzucken lässt. Die Panik übermannt mich und ich renne los. Ich laufe zwar gegen jede Wand, aber das ist mir egal. Ich will aus dieser Dunkelheit raus! "Ist das etwa alles?! Das macht mir keine Angst!", brülle ich und stolpere in den nächsten Raum, der in kaltes Licht gehüllt ist. Ich versuche wieder zu Atem zu kommen, bis ich merke, das ich immer noch nicht erschöpft bin. Mein Herz und meine Atmung sind nur aus Panik so schnell.
Ich beruhige mich wieder und stehe vorsichtig auf. Meine Augen suchen den Raum ab und ich sehe zwei weitere Wege. Beide sind beleuchtet. Ich entscheide mich gerade für den rechten Weg und höre dann wieder dieses bedrohliche Knurren hinter mir aus der Dunkelheit. Ich drehe mich um und versuche in dieser Dunkelheit etwas zu erkennen, doch nichts. Das Knurren kommt langsam näher. Ich gehe rückwärts in den Gang, den ich nehmen wollte und beschleunige meine Schritte. Ich achte extra darauf leise zu sein. Als ich die Dunkelheit nicht mehr sehen kann drehe ich mich um und nehme einige verwinkelte Gänge, in der Hoffnung, was auch immer dort kommt, abzuschütteln. Das Knurren wird leiser und ich verlangsamere meine Schritte wieder. Meine Augen suchen automatisch wieder die Umgebung ab. Ich kann nicht glauben, was ich da an der Wand sehe.

Da sind eindeutig Pfeile. Zeigen sie mir den Weg? Was habe ich auch für eine andere Wahl? Ich gehe also in die Richtung, die mir die Pfeile zeigen. Mein Weg führt mich durch unzählige weitere Räume, bis ich Blut am Boden sehe. Ist hier jemand verletzt worden? Ich folge der Blutspur und entdecke eine Leiche an der Wand. Neben diesem Toten, mir unbekannten Mann liegen einige Dinge, die ich nicht kenne. Ich nehme diesen kleinen rechteckigen Kasten, indem etwas drinnen zu sein scheint und komme auf etwas, was ich versehentlich runter drücke. Dann kommt schließlich eine Stimme aus diesem Ding und ich höre aufmerksam zu.
"Wo bin ich bitte hier gelandet? Hier sieht alles exakt gleich aus! ... Rauschen ... Das alles scheint unendlich zu sein! Scheisse, ich muss hier raus! ... Rauschen ... Was war das für ein Vieh?! Ich habe Knurren gehört und bin drauf zu gelaufen. Dieser Hund oder was auch immer das war, wollte mich angreifen, doch ich habe es wohl mit meinem Schreien verscheucht. Rauschen ... Es muss irgendwo einen Ausgang geben, ich bin mir absolut sicher! Rauschen ... Ich war draußen! Ich bin dieser Hölle entkommen, nur um in eine weitere und noch gefährlichere Hölle zu gelangen. Als ich diesen Menschen sah, war ich glücklich, doch es ist kein Mensch. Es ist eins dieser Kreaturen hier... Rauschen ... Ich bin wieder hier. Alles ist besser als dort wo ich war. Ich habe allerdings auch mehr herausgefunden. Das sind die Backrooms und ich befinde mich in Level 0. Level 1 war diese Menschen ähnliche Kreatur. Es gibt kein entkommen. Nur noch mehr Level, die ich gar nicht sehen will. Ich bleibe besser in Level 0. Rauschen ... Mein Name... ist Tom Krause. Ich bin 29 Jahre alt und werde hier sterben. Wenn das hier irgendjemand findet... Bitte... Falls Sie einen Weg hier raus finden sollten und nicht ein solcher Angsthase sind wie ich... Sagen Sie meiner Frau, das ich sie liebe und es mir leid tut... Bei meiner Leiche finden Sie noch eine Kamera und eine Taschenlampe. Falls Sie dies nicht haben, benutzen Sie alles. Nehmen Sie auf, was hier abgeht und zeigen Sie alles der Welt! Bitte... und eine Sache noch, machen Sie sich Notizen. Von den Kreaturen, den Leveln und den Gegenständen die man finden kann. Schließlich sind es unzählig viele Level und man kann sich niemals alles behalten. Ich wünsche Ihnen viel Glück und Hoffe, das Sie einen Weg hier raus finden werden... Leben Sie wohl... Rauschen"
Backrooms? Level? Kreaturen? Was bedeutet das nur alles? Das einzige, was ich verstanden habe, ist das man wohl durch diese vielen Level muss, um raus zu kommen. Ich nehme die Taschenlampe und diese Kamera an mich. Ich drücke auf der Taschenlampe rum, bis sie angeht und probiere sie aus. Damit sollte ich keine Probleme mehr mit der Dunkelheit haben. Ich schalte sie wieder ab und verstaue sie in meiner Hosentasche und schaue mir diese Kamera an. "Und wie funktioniert das jetzt?", murmel ich leise vor mich her und tippe drauf rum, bis etwas kleines rotes aufflackert. Ist es jetzt an? Ich bin mir nicht sicher und stehe langsam auf. Dann kann ich das Knurren wieder hören. Was soll ich den jetzt bitte tun?
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So, das ist das erste Kapitel. Ich hoffe es hat euch gefallen! Dazu gebe ich euch auch noch mal den Hinweis: Ihr entscheidet jetzt wie es weiter geht. Nicht nur, was Mikasa jetzt tun soll, mit der näher kommenden Bedrohung. Nein, ihr könnt auch andere Tipps geben. Wenn ihr sagt, sie soll zum Beispiel mal versuchen nur rechts zu laufen, dann werde ich das so schreiben. Euch sind also keine Grenzen gesetzt. Natürlich werde ich nichts machen was unlogisch ist. Wenn ihr zum Beispiel sagt, sie soll fliegen, dann mache ich das natürlich nicht, da es einfach nicht möglich ist. Weder in den Backrooms noch in unserer Realität. Ich freue mich nun auf eure Entscheidung! Bis zum nächsten Mal.
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