Wie die Zeit vergeht...

"Ich kann nicht schlafen", flüsterte ich Christian zu. "Warum? Was ist denn los?", fragte er. "Nichts. Ich finde es nur schade, dass uns nur noch zwei Tage bleiben", antwortete ich etwas traurig. "Na dann sollten wir die zwei Tage ausnützen", gab er zurück, stand auf und reichte mir seine Hand. Ich wusste nicht, was er vor hatte, doch ich vertraute ihm. Er zog mich die Stufen hinunter und die Tür hinaus. Das Meer glänzte im Schein des Vollmodes. "Was hast du vor?" "Tanz mit mir!" Ich nahm seine Hand und begann zu tanzen. Zuerst kleine Bewegungen, da ich mich nicht aufgewärmt hatte, doch später entwickelte sich ein etwas anspruchsvollerer, gefühlvoller Tanz. Ich liebte den Pas de deux mit ihm, mit niemandem sonst fühlte er sich so richtig an. Er legte den Arm um meine Taille und ich beugte mich leicht zu ihm. Christian hauchte mir einen zarten, kaum spürbaren Kuss auf die Lippen. Ich genoss seine Nähe. Wenn er da war, fühlte ich mich sicher und geborgen.

"Weißt du, dass ich dich liebe?", murmelte ich im Halbschlaf. "Ja, genauso wie ich dich", gab er zurück, doch das hörte ich schon fast nicht mehr, da ich in meinen wunderschönen Träumen versunken war.

Ich wachte auf, als ich ein lautes Hämmern hörte. "Frühstück!", schrie Kat. "Ja", antwortete ich müde und raffte mich auf. Auf der anderen Seite des Betts lag niemand mehr. Wie konnte man nur so fit sein?

Wenig später saß ich verschlafen am Tisch. "Das muss ja eine lange Nacht gewesen sein", sprach Abigail plötzlich meine Müdigkeit an. Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte, also strich ich gedankenverloren mein Brot auf. "Unsere Tara braucht einfach nur viel Schlaf", rettete Christian uns aus dieser etwas peinlichen Situation. Ich nickte stumm. Diese Tatsache war nicht einmal gelogen, ich brauchte wirklich meinen Schlaf.
"Was sollen wir heute machen?", lenkte Kat gekonnt ab. "Keine Ahnung, aber wir reisen in zwei Tagen ab. Vielleicht wäre es angebracht wieder einmal die Villa zu putzen", meldete Ollie sich zu Wort. "Nicht schon wieder", jammerte Grace und verdrehte theatralisch ihre Augen. "Schon gut", winkte er lachend ab. "Wir könnten einen Spaziergang machen, uns die Gegend nochmal genau anschauen und vielleicht picknicken", schulg ich vor. "Gute Idee", stimmte Ben mir begeistert zu.
Schnell machten wir uns daran, einen Picknickkorb zu packen. Ich lief noch schnell nach oben und holte meine Sonnenbrille.
Als ich die Villa verließ, spürte ich die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Ich würde die Zeit hier vermissen. "Komm mit!", rief Christian, nahm mich an der Hand und führte mich den Strand entlang. Und ihn...ihn würde ich auch vermissen.

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