Hausparty
"Komm, ich mache es dir zu", sagte Kat und winkte mich zu sich. Sie schloss mir den Reißverschluss meines neuen Kleides und schob mich dann aus der Tür. Sie hatte es tatsächlich geschafft. Wir waren auf einer Party. Aber wenigstens waren wir die einzigen. Ich schaute aus dem Fenster. Draußen blitzte es immer noch. Doch hier drinnen war es gemütlich. Nur gut, dass wir eine Mini-Disco in unsrer Villa hatten. Abigail drehte die Musik lauter. Es herrschte wirklich heitere Stimmung, und das beste, wir hatten fast keinen Alkohol im Haus.
Ben und Grace tanzen freudig. Sie gaben wirklich ein schönes Paar ab. Da kam Christian auf mich zu und forderte mich ebenfalls zum Tanzen auf. Es war ein schönes Gefühl, unter Freunden zu sein, zu tanzen.
Während wir glücklich eine Choreographie ausführen, die es nicht gab, ging Ben ohne Vorwarnung auf Grace zu und küsste sie. Zufrieden grinste sie in den Kuss hinein.
Daraufhin setzte ein ruhiges und romantisches Lied ein. Grace schlang sofort ihre Arme um Ben, Kat wandte sich Ollie zu, um Abigail nicht dazu zu zwingen, mit ihm zu tanzen. Diese schmiegte sich an Eathen, der gerade neben ihr stand, also blieb mir nichts anderes übrig, als Christian zu nehmen. Schon setzte das Knistern ein, das sich jedes Mal zwischen uns entfachte. Der intensive Augenkontakt machte mich verrückt. Das Verlangen nach seinen Lippen wurde immer größer. Aber ich konnte ihn doch jetzt nicht einfach küssen. Wir mussten uns dringend ansprechen, um uns über unsere Gefühle klar zu werden.
Plötzlich klingelte mein Handy. Es lag zwar in meinem Zimmer, doch da ich gute Ohren hatte hörte ich es trotzdem. Ich lief über den Gang in Kats und mein Zimmer und warf einen Blick auf das Display. Es war Lucas. Irgendwie war ich wütend auf ihn. Er hatte sich schon Ewigkeiten nicht gemeldet und jetzt rief er aus heiterem Himmel einfach an. Trotzdem freute ich mich ein wenig, wieder mit ihm sprechen zu können und hob ab. "Hey Süße!" Ich wusste, wie er gerade grinste. "Hi." "Wie geht's dir?", erkundigte er sich. "Gut. Mir geht es wirklich gut hier." "Weißt du was? Die Aufführungen sind ein richtiger Erfolg, sich ohne dich. Aber trotzdem hätte ich lieber mit dir getanzt, obwohl ich sagen muss, meine neue Partnerin ist auch nicht schlecht." Ich wurde glühend heiß vor Wut. Wie konnte er nur sowas sagen? "Aha", antwortete ich nur. "Naja, was soll's ich vermisse dich schrecklich Babe. Ich hoffe nur du ersetzt mich nicht!", lachte er noch ins Telefon. "Bye", sagte ich nur noch und drückte ihn weg. Ich war den Tränen nahe. Er hatte so viel Verletzendes gesagt, und das in wenigen Minuten.
Auf ein Mal stand Christian in der Tür. "Alles in Ordnung?", fragte er einfühlsam. Ich stand auf, warf mich ihm an die Brust und weinte. Warum ich das tat wusste ich selbst nicht genau, schließlich hatte Lucas alles, was er gesagt hatte, nur als Spaß gemeint. Aber es verletzte mich trotzdem. "Vielleicht ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt dafür, aber ich muss dir was sagen Tara." Ich schaute zu ihm. "Ich liebe dich." Ein Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit. "Ich dich auch", sagte ich langsam und näherte mich seinen Lippen.
Dieser Kuss war schöner, als alle Küsse zuvor.
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