Ein sonniger Spaziergang
"Hier ist es schön", meinte Abigail und zeigte auf ein schattiges Plätzen unter Bäumen und Büschen. Kat nickte und stellte den Picknickkorb dort ab. Ben breitete die Decke aus und wir konnten uns alle darauf niederlassen. "Es ist so schön hier ", murmelte Kat, den Blick aufs Meer gerichtet. Ich nickte stumm. Wie würde es wohl werden? Wieder in Sydney.
Christian legte seine Hand auf meine, als könne er meine Gedanken lesen. Ich spürte, dass er mich beruhigen wollte, er wollte mir sagen, ich sollte die verbleibende Zeit hier noch genießen. Das versuchte ich auch, aber es ging nicht so leicht. Das war einfach nicht ich. Ich beschränkte mich nie auf die Gegenwart, ich dachte über die Zukunft nach.
Abigail, die ebenfalls neben mir saß, nahm plötzlich meine Hand und zog mich ins Wasser. Es schien zwar die Sonne, doch das Meer war ziemlich kühl. "Was machst du da?", fragte ich entsetzt, aber trotzdem lachend. Abigails winkte auch die anderen zu uns. Sie wateten ebenfalls ins Wasser. Christian kam direkt auf mich zu und stieß mich um. Ich wurde völlig untergetaucht. "Na warte!", schrie ich und warf mich auf ihn, woraufhin er das Gleichgewicht verlor und unter Wasser getunkt wurde. Lachend tauchte Christian wieder auf und hob mich in die Höhe. Ich schlang meine Arme um seinen Nacken und schaute ihm überglücklich in die Augen. Ich konnte mir nicht vorstellen, diesen Blick bald nicht mehr sehen zu können. "Denk nicht so viel nach, Sport-BH", grinste er schelmisch und ließ mich los. Ich klatschte wieder ungebremst in das kalte Wasser. Als ich wieder Luft holen konnte, kam Grace auf uns zu und bespritzte mich frech mit Wasser. "Lass das!" Ich versuchte ernst zu wirkten, da mir langsam wirklich kalt wurde, doch es funktionierte nicht. Ich musste anfangen zu kichern. Ich liebte das Meer einfach.
Später verließen wir schließlich alle das Wasser und legten uns auf unsere Decke. Mittlerweile war die Sonne so hoch gestiegen, dass der Schatten verschwunden war.
Nun lagen wir in der prallen Sonne und ließen uns trockenen.
Nachdem wir unser Picknick gegessen hatten, führten wir unseren Spaziergang fort. "Schaut mal!", rief Kat plötzlich und zeigte auf neun wunderschöne Muscheln, die am Strand lagen. Jeder von uns suchte sich eine davon aus, es waren neun verschiedene Muscheln, jede auf ihre eigene Art besonders. Genauso wie wir. Kat hob die neunte auf, und meinte:"Ich glaube wir sind uns einig." Alle anderen nickten zustimmend. Dieses Exemplar war für Sammy bestimmt.
Abigail schoss den ganzen Tag lang viele Erinnerungsfotos. Sie versprach, sie uns bald zukommen zu lassen. Ich freute mich schon, die Bilder in meinem Zimmer aufhängen zu können. Ich wusste, die Erinnerung an diese drei Wochen würde mir ewig erhalten bleiben. Egal wie weit die anderen weg waren.
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