Ausgeträumt?

Während ich herumliegendes Zeug in Regale und Kästen räumte, dachte ich zurück an Europa. Es war so schön gewesen. Mit meinen Freunden. Wenn ich könnte würde ich die Zeit zurückdrehen.
Ich stellte meine Koffer in eine Ecke, ich würde sie später ausräumen. Plötzlich bekam ich einen Anruf. Nach einem kurzen Gespräch war mir klar, es war vorbei. Rebecca und einige andere Vorgesetzte der Kompanie wollten sich mit mir treffen.
Sofort machte ich mich auf den Weg dorthin.
Diese langen Gänge. Ich kannte sie nicht mehr. Sie waren mir fremd geworden. Bis ich zu der Stelle kam, an der ich gestürzt war. Genau auf diesem Stück Boden war mein Traum, in der Kompanie Solotänzern zu werden, zu Grunde gegangen. Ich wusste, dass es nicht vorbei war. Schließlich konnte ich Dank Christin wieder tanzen. Mit viel Training würde ich es vielleicht auch schaffen, doch die Angst hielt mich davon ab. Die Angst zu stürzen.

"Miss Webster!", bat Rebecca mich herein. Ich trat in den Raum und deutete, als Zeichen der Höflichkeit, einen Knicks an. "Setzen Sie sich." Ich ließ mich auf dem Sessel nieder. Ein Tisch trennte Rebecca und ihre Kollegen von mir. "Sie haben einen heftigen Sturz hinter sich. Ich habe mich kürzlich mit Ihrem Arzt unterhalten. Er sagt, sie würden nicht wieder tanzen können", berichtete sie. "Das stimmt nicht so ganz. Das Tanzen ist mein Traum, meine Leidenschaft. Ein guter Freund von mir leitet eine Tanzschule. Er hat mit mir trainiert", erklärte ich. "Das heißt, sie wollen und können zurückzukehren?", fragte einer der Herren, die neben Rebecca saßen, ungläubig. "Mehr oder weniger. Ich kann wieder tanzen, aber ich denke, ich verfüge noch nicht über die nötige Technik", erwiderte ich unsicher. "Ich schlage vor, wir treffen uns in vier Wochen wieder. In dieser Zeit können Sie sich noch etwas erholen. Dann können wir feststellen, ob sie wieder aufgenommen werden", schlug Rebecca vor. Ich nickte lächelnd. "Danke", sagte ich noch zum Abschluss, verabschiedete mich und verließ eilig den Raum. Ich wusste nicht genau, ob ich mich freuen sollte. Denn wie sollte ich ohne Christians Hilfe meine Technik verbessern? Nachdenklich ging ich die vielen Stufen vor der Kompanie hinunter. Gerade, als ich mich auf den Weg nach Hause machen wollte, hörte ich jemanden meinen Namen rufen.

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